Seit der Saison 2020/2021 schlagen Alexandra Küber, Sabine Führling, Saskia Ermer und Susanne Spörrer ununterbrochen in der Oberliga der Damen auf. Unterstützt werden die vier Lauferinnen schon seit Jahren durch Nachwuchstalente wie Hanna-Patricia Forgacs, die seit zwei Jahren für Lauf aufschlägt. Während in den ersten drei Spielzeiten in der Oberliga der Blick grundsätzlich nach unten gerichtet werden musste und teilweise erst am letzten Spieltag der Nichtabstieg feststand, stand in der Saison 2023/2024 mit Platz 4 das beste Ergebnis der ersten Damenmannschaft fest. Die Annahme, dass sich die Lauferinnen nun in der Liga etabliert hatten, wurde bereits in der darauffolgenden Saison widerlegt, denn diese Spielzeit schlossen die Laufer Damen auf Platz sieben ab und damit nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz.
Dass nun am Ende der Saison 2025/2026 der erste Platz und damit die Meisterschaft in der Oberliga der Damen feststeht kam für alle Beteiligten überraschend, auch wenn insgeheim natürlich auch daran geglaubt wurde. Von den zehn Mannschaften kristallisierte sich schon nach der Hälfte der Vorrunde heraus, dass es einen Tabellenletzten mit dem FC Hawangen geben wird, der sich jedes Spiel geschlagen geben musste. Der TSV Stötten und die zweite Mannschaft des FC Bayern München spielten den zweiten Abstiegsplatz und Relegationsplatz unter sich aus.
Der TTC Birkland belegt mit 19:17 Punkten - wenn man von einem Mittelfeldplatz sprechen möchte - den 7ten Tabellenplatz. Die Mannschaften von Tabellenplatz eins bis sechs schenken sich bis zum letzten Spieltag nichts. Der TTV 1980 Beratzhausen belegt mit 22:14 Punkten und einer Spieldifferenz von +26 den 6ten Tabellenplatz. Die Laufer Damen belegen mit 24:12 Punkten und einer Differenz von +40 den ersten Platz. Mit dem ESV München-Freimann und dem DJK SB Regensburg lieferten sich die Lauferinnen bis zum Ende ein Kopf an Kopf rennen.
Durch einen überraschenden Punktgewinn auswärts in Beratzhausen sowie einem knappen 6:4 Heimerfolg gegen den TSV Herbertshofen sollte die Entscheidung erst am allerletzten Spieltag fallen, an welchem die Laufer Damen den FC Hawangen und den TTC Birkland erwarteten.
Parallel musste München-Freimann zu Hause gegen Beratzhausen aufschlagen. Aufgrund des erwartungsgemäßen Heimerfolgs (8:2) der Laufer gegen den Tabellenletzten, mussten die Münchner nun mindestens unentschieden spielen und dann auf das letzte Spiel der Laufer warten.
Doch soweit sollte es gar nicht erst kommen, denn München-Freimann unterlag mit 3:7 und das zweite Spiel der Lauferinnen an dem Tag war somit nicht mehr ausschlaggebend. Trotz der 4:6 Niederlage gegen Birkland wurde die Meisterschaft ausgiebig gefeiert.
Der Grund für den Aufstieg lässt sich an zwei Punkten festmachen.
Zum einen überzeugten alle Spielerinnen im Saisonverlauf mit einer positiven Bilanz, wobei Saskia Ermer und Hanna-Patricia Forgacs mit 4 bzw. 5 Einzelniederlagen eine sehr gute Saison spielten. Auch konnten sich die Lauferinnen im Doppel verbessern und mussten nicht immer gleich einem Rückstand hinterherlaufen. Zum anderen hatten die fünf Lauferinnen auch einfach das Momentum auf Ihrer Seite.
Der knappe 6:4 Erfolg zu Beginn der Saison in München, das Nichtantreten von Regensburg in der Vorrunde und vor allem die Nervenstärke in den engen Spielen machten sich bemerkbar.
Die Vorbereitung für die neue Saison in der Regionalliga laufen bereits auf Hochtouren, denn sowohl im finanziellen als auch gegebenenfalls im personellen Bereich muss noch etwas nachgelegt werden, wenn es in der kommenden Spielzeit, dann das erste Mal für eine Mannschaft des Laufer SV über die bayerischen Grenzen hinaus, bis Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen geht.